Erfahrungsbericht von Corina

Waldorflehrerin werden… sonnenklar! Seit Oktober 2016 studiere ich am Waldorf-Seminar für Erziehungskunst in Wien, weil ich auf diesem Weg die Waldorfpädagogik so er-leben kann resp. nach erfolgreicher Absolvierung der Ausbildung die Möglichkeit habe an einer Waldorfschule als Klassenlehrerin tätig zu sein.

Mit dem Aufbau des Studiums bin ich sehr zufrieden. Wenn man sich für diese Reformpädagogik interessiert ist man hier bestens aufgehoben, wie nirgend wo sonst auf der Welt. Die Seminare sind in Blockveranstaltungen angeordnet und man lernt wahnsinnig viel.

In dieser Bildungsstätte kooperieren die Dozent/-innen so, dass Forschung (Praxis) und Lehre (Theorie) sehr interdisziplinär miteinander agieren, dabei wird viel Wert auf Selbsterfahrung und das Üben von Fertigkeiten gelegt. Auch das kritische Hinterfragen von Bildungsinhalten hat eine große Bedeutung und wird als positiv geachtet. Alles in allem fühle ich mich durch dieses Studium bestens vorbereitet für diese berufliche Perspektive.

Als Studierende haben wir ein sehr gutes Verhältnis zu unseren Dozent/-innen, was wahrscheinlich auch an unserer mittleren Gruppengröße (16 Personen) liegt. So stößt man jederzeit auf ein offenes Ohr, wenn man Hilfe benötigt bzw. mit einem Anliegen herantritt. Besonders hervorheben möchte ich den wertschätzenden Konnex der Dozent/-innen mit den Studierenden und die vielseitig versierten Methoden, wie Inhalte präsentiert und vermittelt werden und wir gleichzeitig sinnlich „beflügelt“ werden.

In unserer Semestergruppe, welche ein ganzes Potpourri an verschiedenen Nationalitäten ist, habe ich großartige Freundschaften schließen können, die ich nicht mehr missen möchte.

Als bereits ausgebildete Lehrerin und Studentin in diesem Seminar bin ich von der Waldorfpädagogik fasziniert und kann nur jedem, der mit dem Gedanken spielt, so zu unterrichten, raten es zu tun. Dieser pädagogische Weg ist nicht nur eine Erfahrung, von der ich mein ganzes Leben lang zehren und erzählen kann, sondern auch eine unvergessliche Bereicherung der eigenen Wohlfühlzone.

Corina Kollar, MA

Erfahrungsbericht von Manfred

Wer sich auf die feine Kunst der Erziehung von Kindern und der Selbsterziehung einlassen will ist hier richtig.

Die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Unterrichts und wie das dem Menschen, in seinen verschiedenen Altersstufen Nahegebrachte in ihm wirkt, wird lebensnahe und ereignisreich vorgetragen. Lebendig und reich an Inspiration ist auch die Begegnung mit den Vortragenden selbst. Oberflächliche Kontakte mit den Dozenten wird man hier nicht finden.

Die Ausbildung ist nicht teuer, ihr Wert und ihre Wertigkeiten aber sind hoch und zielen auf wichtige Dinge des Lebens ab – Menschenkenntnis und Kenntnisse über die Seele in Verbindung mit der Entwicklung der Welt.

Dabei ist das Studium alles andere als weltfremd. Praktisch orientiert, öffnete es mir neue Perspektiven auf das was da ist. Herausfordernd, konfrontierend, nie langweilig, immer begeistert von praktischen Übungen, die ohne intellektuelle Trockenübungen auskommen, war ich verblüfft und angeregt von meiner eigenen Leistungskapazität.

Dieses Wissen und diese Erfahrung in einer Klasse anwenden zu dürfen und weiter zu entwickeln, erfüllt mich mit Freude.

Manfred Hofer, Klassenlehrer Rudolf Steiner Schule Wien-Mauer

Erfahrungsbericht von Kerstin

Dass mich die Ausbildung zur Waldorfpädagogik gefunden hat, zähle ich zu den wertvollsten Ereignissen meines Lebens. Die herangetragenen Inhalte erweitern mein Bild des Menschen und seiner gesamte Organisation enorm und grundlegend. Durch das tiefer werdende Eintauchen in die Pädagogik und das allgemein anthroposophische Menschenbild ist mir der Gehalt, die Tragweite und die Sinnhaftigkeit der Lehren Rudolf Steiners erst richtig bewusst geworden.

Im Laufe dieser Ausbildung werden unterschiedliche Schulungen vorgenommen, wie etwa im allgemein künstlerischen Arbeiten, im hygienischen, methodisch-didaktischen Aufbau eines Unterrichtes, in der Erzähl- Gesprächs- Sprach- und Theaterkunst, der Biografiearbeit, Eurythmie uvm.. Welche Wege sich nach der Ausbildung auch ergeben mögen - die Erfahrungen sind sehr nachhaltig bereichernd, und ich schätze jeden einzelnen Samen, der gesät wurde. Die praxisnahen und stets aufrichtig begleitenden Dozenten, die diesen Weg überhaupt erst so wertvoll gestalten, sind wahrlich ein Geschenk des Himmels! Vielen Dank an euch!!!

Herzlichst, Kerstin*

Erfahrungsbericht von Maximilian

In den letzten 2 Jahren Waldorf-Seminar haben sich mir neue Welten eröffnet. Der Anspruch, den Menschen als Ganzen zu etwickeln, wurde in vollem Maße erfüllt. Die Dozenten gaben mir zusätzlich zur Ermutigung auch gut bemessene Kritik, die mich beruflich und persönlich weitergebracht hat. Wer Pädagogik nicht nur als Methode, sondern auch als persönliches Entwicklungsfeld sieht, ist hier richtig.

Maximilian Saudino, Englischlehrer

Erfahrungsbericht von Sylvia

Die Ausbildung für Waldorfpädagogik hat mein Leben nachhaltig verändert. Durch die vielen Bahnfahrten (Salzburg – Wien 2 x die Woche), hatte ich die Möglichkeit, viele „Steiner Bücher“ zu lesen. Dies allein schon veränderte Vieles in mir. Die intensive Arbeit und Zeit die wir miteinander verbrachten, Freundschaften die gebildet wurden, möchte ich auf keinen Fall missen. Viele Erfahrungen und Erlebnisse durften wir miteinander teilen. Schon vor dieser Ausbildung arbeitete ich mit Kindern und deren Eltern, die  Schwierigkeiten verschiedenster Art miteinander hatten. Durch die Ausbildung bekam ich das Angebot, an der Rudolf Steiner Schule Salzburg mit „besonderen“ Kindern zu arbeiten. Eine neue Herausforderung, eine neue Tätigkeit, und gleichzeitig eine neue anthroposophische Ausbildung gingen daraus hervor. Für die Ausbildung zum integrativen Lerntherapeuten, brauchte ich die waldorfpädagogische Grundausbildung. Nur durch das Eine war, oder besser gesagt ist, das Andere möglich. Auch wenn man diese wunderbare Ausbildung nur für sich selbst macht, um sich weiterzuentwickeln, kann ich nur sagen – sie ist wirklich empfehlenswert!

Erfahrungsbericht von Bernhard

Ganz am Anfang des Waldorf Seminars , am ersten Wochenende, hörte ich die Worte „ gesundend lernen bzw. arbeiten“. Jetzt, eine Zeit danach, habe ich den Eindruck, in vielen Bereichen der Ausbildung diesen Schlagworten auf unterschiedliche Weise begegnet zu sein, für mich sind sie eine Überschrift oder Klammer über die letzten Monate geworden. Neigungen, also Hingabe an unterschiedlichste Themenbereiche zu entwickeln, stand für mich bisher im Vordergrund. Eine Neigung, das Theaterspielen, hatte ich schon, viele sind dabei, dazu zu kommen, das Schreiben, das Malen, das genaue Wahrnehmen. Meine gelebte Hingabe und Freude an einem Gegenstand wirkt gesundend auf andere, eine wichtige soziale Erfahrung, die ich in den letzten Monaten machen durfte.

Bernhard, Schauspieler, Waldorfpädagoge

Erfahrungsbericht von Sabine

Liebes Team des Waldorf-Seminars,

Ich hatte heute eine wunderbare Monatsfeier mit meiner ersten Klasse! Ich denke ganz oft an euch und möchte euch dafür danken, dass ihr mir so gutes Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben habt - ich kann es jeden Tag gut gebrauchen :-)

Alles Liebe, Sabine Fellner

Erfahrungsbericht von Andrea

Eigentlich hatte ich nie vor, Lehrerin zu werden. Als aber in mir der Wunsch nach beruflicher Umorientierung wuchs und ich gerade in dieser Phase der Waldorfpädagogik begegnete, wurde mir schnell klar, dass ich diesen Weg gehen wollte. Obwohl ich mich im Vorfeld ein wenig informiert hatte, war mir nicht klar, worauf ich mich eigentlich einließ – nur eines war klar: ich wollte mich einlassen, was auch immer mir begegnen würde.

Zahlreiche Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten taten sich mir auf: während der Kursabende und Kurswochenenden mit all den Übungen, die oftmals erforderten, die persönliche Komfortzone zu verlassen; durch die Beschäftigung mit der Anthroposophie, die Blickwinkel eröffnete, welche die Welt anders aussehen ließen; durch die ersten Begegnungen mit den Kindern und anderen Waldorfpädagogen; während der von uns initiierten Leseabende, des gemeinsamen Musizierens und Arbeitens; und nicht zuletzt durch die großartige Chance, eine Waldorf-Kinderferienfreizeit von Grund auf zu planen und zu organisieren. Auch, wenn ich nicht in der Waldorfpädagogik geblieben wäre (ich unterrichte derzeit die beiden 9. Klassen der Freien Waldorfschule Heidelberg in Mathematik), wäre ich vielfach bereichert wieder in den „normalen“ Alltag zurückgekehrt.

Jeder, der offen in diese Ausbildung startet, wird hier ein reichhaltiges Buffet an Wachstums- und Entwicklungsmöglichkeiten kredenzt bekommen. Möge er mit Appetit zugreifen…